Feenstaub in der Takelage – Borussia Dortmund wird Deutscher Meister?

FC Bayern München vs Borussia Dortmund
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Moin, du da draußen. Setz dich mal mit mir an Deck, während der Wind von der Nordsee her pfeift und die Wellen gegen den Rumpf klatschen. Lass uns ’ne Fahrt machen – nich über die Ostsee, sondern durch die Bundesliga-Saison 2025/26. Der mächtige Frachter aus München liegt vorn mit 51 Punkten und ’ner Tordifferenz von +56. Der wendige Kutter aus Dortmund hat 45 Punkte und +22, also sechs Zähler zurück und rund 34 Tore schlechter.

Viele haben die Borussen schon abgehakt, sagen: „Dat Ding is gelaufen.“

Aber dann kommt Robin Halle vom Nordkurier und dreht die Kompassnadel um 180 Grad:

Völlig logisch, der BVB wird Deutscher Meister.

Mit Feenstaub, klar. Der Kommentar ist pure Seemannsgarn, aber so gut erzählt, dass man fast dran glaubt. Ich hab den Text gelesen, mir ’nen Kaffee geholt und gedacht: Dat muss ich mal auseinanderpflücken.

Also Volle Kraft voraus zum Klönschnack!

Der Sturm bricht los – Die aktuelle Lage auf hoher See

Stand nach 20 Spieltagen: Der FC Bayern segelt mit 16 Siegen, drei Remis, einer Niederlage durch die Liga. 74 Tore geschossen, nur 18 kassiert – dat is ’n Dreimaster mit vollen Segeln. Dortmund liegt sechs Punkte zurück, hat aber in letzter Zeit Boden gutgemacht. Fünf Punkte aufgeholt seit dem 17. Spieltag, vier Siege in Serie, ungeschlagen seit 13 Partien. Der 3:2-Sieg gegen Heidenheim am 20. Spieltag war ’n mühevoller Kampf, aber er hat den Rückstand auf sechs Zähler gedrückt.

Der Nordkurier nimmt dat als Ausgangspunkt und spinnt ’ne Geschichte, die so absurd klingt wie ’n Kutter, der ’nen Ozeanriesen überholt. Halle geht Spiel für Spiel durch, malt aus, wie Bayern in der Champions League und im Pokal Körner lässt und plötzlich Punkte verliert. Dortmund hingegen gewinnt das Spitzenspiel in der Signal Iduna Park – 1:0 in ’nem Grottenkick, entschieden durch späte Wechsel. Feenstaub pur.

Die Wellen der Vorhersage – Wie Halle den Kurs berechnet

Aus Sicht der Bayern: Sonntag kommt Hoffenheim. Die sind grad in Fahrt, fünf Siege am Stück, holzen wie verrückt (273 Fouls – Rekord!). Tipp: 1:1, weil die Laufstärke und die ekeligen Fouls den Frachter aus München ins Schlingern bringen. Danach läuft’s normal: Siege gegen Bremen und Frankfurt. Dann das Topspiel in Dortmund – Halle sieht ’nen defensiven Kampf, kaum Chancen, aber am Ende trifft einer der eingewechselten Dortmunder Silva, Chukwuemeka, Couto oder Guirassy zum 1:0.

Im März dominiert Bayern wieder, holt 22 von 27 möglichen Punkten. Aber im April kommt der Viertelfinale-Sturm in der Champions League: Ausgepowerte Münchner verlieren knapp in Stuttgart. Im Mai dann der Fokus voll auf Europa – Halbfinale, Finale, Harry Kane will endlich die Königsklasse. Die Bundesliga läuft irgendwie mit.

Bayern verliert überraschend in Mainz, büßt den Frust ab, erreicht das CL-Finale, aber national gerät alles in Schlagweite.

Dortmund gewinnt derweil fast alles, verliert realistisch nur einmal (z. B. in Leipzig oder Stuttgart) und holt zwei Remis. Am Ende: Ein Punkt Vorsprung für den BVB. Torverhältnis? Egal. Bayern holt CL und DFB-Pokal, Dortmund die Meisterschaft. „Völlig logisch“, meint Halle. Und die Fans liegen sich in den Armen – sogar auf Mallorca.

Hinter die Takelage geschaut – Warum dat alles ’ne schöne Seemannsgeschichte bleibt

Ich kauf dat nich ganz. Klar, sechs Punkte sind aufholbar – dat hat’s schon gegeben, zuletzt 2018/19. Aber die Tordifferenz von +34 ist ’n echter Brecher. Selbst wenn Dortmund alle restlichen Spiele gewinnt und Bayern zweimal patzt, müsste der BVB noch massiv aufholen.

Und dat bei ’nem Bayern-Team, das mit Kane, Musiala und Kompany einfach ’ne andere Qualität hat.

Halle selbst räumt ein: Dat Szenario ist konstruiert. Bayern bleibt im Soll, erreicht das CL-Halbfinale, gewinnt vielleicht sogar alles. Die Belastung ist da, aber der Kader ist breit genug. Dortmund hat Form, ja – ungeschlagen seit Ewigkeiten, Guirassy trifft wieder. Aber in Leipzig, Stuttgart oder gegen Hoffenheim kann’s schnell mal kippen. Der Grottenkick im Derby? Kann auch 0:0 oder 2:1 für Bayern ausgehen. Und Feenstaub?

Dat is schön für ’ne Geschichte am Morgen, aber auf hoher See entscheidet am Ende die Crew, nich der Zauber.

Ich hab schon zu viele Titelrennen gesehen, die im Mai plötzlich kippten. 2023 war Dortmund so nah dran – und dann? Der Druck in München ist anders. Die Uhren ticken dort wirklich schneller.

Halle malt ’n schönes Bild, aber die Realität hat meist mehr Salzwasser und weniger Glitzer.

Zum Schluss: Logbucheintrag mit ’nem Augenzwinkern

Ob mit Feenstaub oder ohne – die See is unberechenbar. Vielleicht holt der BVB wirklich auf, vielleicht bleibt Bayern vorn und feiert das Triple. Für uns Fans bleibt dat Rennen spannend, solange der Wind weht. Der Nordkurier hat mit seinem Kommentar genau dat gemacht, was guten Seemannsgarn ausmacht: Er hat uns zum Schmunzeln gebracht und gleichzeitig gezeigt, wie schnell sich ’n Kurs ändern kann.

Status: Kurs gesetzt, aber stets auf Wache. Und wer weiß – vielleicht liegt am Horizont ja wirklich ’n bisschen Feenstaub.

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